Schrauben-spannvorrichtungen (SSV)

Schraubenspannvorrichtungen (SSV)

Torsionsfreie Vorspannkrafterzeugung – wirtschaftliche Ausnutzung der Schraubenwerkstoffe
Die Aufgabe einer Schraube besteht darin, zwei oder mehrere Bauteile zusammenzuhalten. Dabei wirkt nur die axiale Schraubenlängung. Torsion, wie sie bei allen drehenden Verfahren aufgrund der Gewindereibung und Kopfreibung entsteht, bedeutet nur unnötige Bauteilschwächung. Die Schraubverbindung muss dadurch stärker ausgelegt werden. Bei der axialen Vorspannkrafterzeugung mittels SCHAAF Schraubenspannvorrichtung entfällt dieser Nachteil. Dadurch verbessert sich die wirtschaftliche Ausnutzung. Axiale Vorspannkrafterzeugung mittels SCHAAF SSV und HM wird bisher bei Schrauben ab 8 mm bis über 800 mm Gewindedurchmesser eingesetzt.

SSV Beidrehen der Hauptmutter
Grundstellung

Die SSV wird über die zu spannende
Schraube gesteckt und die Tauchmutter bis zur Anlage an den Kolben aufgeschraubt. Von einer Hydraulik-Hochdruckpumpe gelangt Öl über einen Hochdruckschlauch in den Raum zwischen Zylinder und Kolben. Der Hydraulikdruck steigt.

Schraubenspannvorrichtung Dehnung und Stauchung
Dehnung und Stauchung

Durch den steigenden Druck und die daraus resultierende Axialkraft wird die Schraube gelängt und die Flanschteile werden gestaucht. Dadurch hebt die Hauptmutter vom Flansch ab. Beim Erreichen der vorgegebenen Vorspannkraft wird die Druckbeaufschlagung gestoppt.

Schraubenspannvorrichtung Grundstellung
Beidrehen der Hauptmutter

Die Vorspannkraft ist erreicht und die Hauptmutter kann von Hand bis zur Anlage an den Flansch beigedreht werden. Durch Ablassen des Hydraulikdrucks verbleibt die Vorspannkraft in der Schraubverbindung. Nach Abnehmen der SSV ist diese für weitere Vorspannvorgänge verwendbar.

Übersicht Schrauben-spannvorrichtungen (SSV)

Übersicht Schraubenspannvorrichtungen (SSV)

Schraubenspannvorrichtung für abgesetztes Bolzengewinde

Schraubenspannvorrichtung für durchgehendes Bolzengewinde

Schraubenspannvorrichtung mit Tauchmutter

Schraubenspannvorrichtung für durchgehendes Bolzengewinde mit Zuggewinde direkt im Kolben

Schraubenspannvorrichtung für abgesetztes Bolzengewinde mit Zuggewinde direkt im Kolben

Schraubenspannvorrichtung mit Fangbolzen für durchgehendes oder abgesetztes Bolzengewinde

Schraubenspannvorrichtung mit mehrstufiger Zylinder-Kolben-Kombination

Schraubenspannvorrichtung als Ringsegment zur gleichzeitigen Druckbeaufschlagung aller SSV

Unterschiede zwischen:
SSV und HM

  • Schraubenspannvorrichtungen können nach der Vorspannkrafterzeugung von der Schraubverbindung abgenommen werden. Hydraulikmuttern dagegen verbleiben auf der Schraub- bzw. Bauteilverbindung.

  • Die mit einer SSV erzielte Vorspannkraft wird in der Schraubverbindung durch ein Maschinenelement (meistens Mutter) aufrecht erhalten. Bei der HM dagegen wird die Vorspannkraft entweder durch Druck in der HM oder drucklos über eine mechanische Sicherung (Kontermutter) aufrecht erhalten.

  • Mit der abnehmbaren SSV können im Gegensatz zur auf der Verbindung verbleibenden HM, nacheinander mehrere Schraubverbindungen vorgespannt werden.

  • Fest montierte Hydraulikmuttern ermöglichen gegenüber Schraubenspannvorrichtungen schnellere Wechselzeiten beim Spannen / Lösen sowie schnellere Restvorspannkraftermittlungen.
Video SSV
Video HM
Video SSV
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